Mit Attributionsmodellen Erfolge zuordnen

Wie sehr trägt eine bestimmte Marketingmaßnahme zum Verkauf bei? Attributionsmodelle schaffen Klarheit – gerade für Unternehmen, die mehrere Kanäle einsetzen.

Folgendes Szenario: Das neue Cloud-CRM verkauft sich prima. Da hat das Sales-Team der Beispielcompany ganze Arbeit geleistet – oder ist das nur die halbe Wahrheit? Vermutlich! Einer Studie von Demand Gen zufolge haben sich rund drei Viertel der Käufer schon entschieden, bevor sie mit einem Vertriebskollegen sprechen. Wer darf den Verkaufserfolg also verbuchen? Marketing? Sales? Oder beide?

Die entscheidende Frage lautet: Welchen Maßnahmen lassen sich die Erfolge konkret zuschreiben? 

Zurück zu unserem Cloud-CRM-Beispiel: Von der ersten Produktinfo bis zum Verkauf durchliefen die Kunden verschiedene Stationen einer – Sie wissen es – nicht linearen Customer Journey. In unserem Beispiel sieht das so aus:

  1. Ein Prospect sieht eine LinkedIn Ad, klickt darauf und landet im Beispielcompany-Blog-Beitrag zum Thema „Flexibles Kundenmanagement“. Er beginnt mit dem Lesen, aber meldet sich weder für einen Newsletter noch für die verlinkte Demoversion an, weil ihn ein Kollege unterbricht und zum Kaffee-Trinken überredet. (Attribution: Paid Social Media).
  2. Vier Tage später entdeckt dieser Prospect denselben Blog-Post in seinem Twitter-Feed – geteilt von einem seiner Kontakte. Er klickt darauf, liest den überzeugenden Beitrag zu Ende und meldet sich zum Beispielcompany-Newsletter an (Attribution: Organisch: Social Media).
  3. Nach ein paar Lead Nurturing E-Mails überwindet er sich, holt sich eine Testversion und konvertiert– dank der Unterstützung von Sales – in einen zahlenden Kunden (Attribution: E-Mail).

Die LinkedIn Ad, der native Twitter-Post oder die Nurturing-E-Mails – welche Maßnahmen trugen nun zum Verkauf bei – und in welchem Maße? Antworten geben sogenannte Attributionsmodelle. Sie lassen Online-Marketern das Herz aufgehen, weil sie verraten, wie viel Umsatz den jeweiligen Touchpoints der Customer Journey zuzuschreiben ist. Das ist die Basis für strategisch intelligente Entscheidungen.

Attributionsmodelle im Überblick

Die Wahl des richtigen Attributionsmodells hängt in erster Linie von ihren Prozessen ab. Als Inspiration geben wir einen kleinen Überblick gängiger Modelle.

  • First-Click-Modell: Wie der Name schon verrät, ist hier der Erstkontakt entscheidend. Für unser Beispiel würde das bedeuten: Dem LinkedIn-Ad werden als initialzündendes Customer-Journey-Element 100 Prozent des Erfolgs zugeschrieben. 
  • Last-Click-Modell: Sie erahnen es. Das First-Click-Modell lässt eine wichtige Sache außer Acht. Wäre der Interessent in unserem Beispiel jemals konvertiert, ohne die letzte, überzeugende Nurturing-E-Mail erhalten zu haben? Wohl kaum. Das gängige Last-Click-Modell setzt daher zu 100 Prozent auf den letzten Touch-Point.
  • Lineares Modell: Aber auch dieses Modell wird der Sache nicht gerecht. Ohne die Maßnahmen davor (LinkedIn Ad und Tweet) hätte sich unser Interessent womöglich nie wieder an die Beispielcompany und das CRM erinnert. Dem linearen Modell geht es daher darum, alle Touchpoints im Funnel zu betrachten – der Einfachheit halber gleichgewichtet.
  • Positionsabhängiges Modell: Aber auch beim linearen Modell gibt es noch Luft nach oben in Sachen Genauigkeit. Hier kommt das – aufwendigere – positionsabhängige Modell ins Spiel, bei dem die Kanäle entsprechend ihrer Relevanz gewichtet werden. In unserem Beispiel könnte das so aussehen: Die LinkedIn-Ad wird als initialer Impulsgeber mittel gewichtig, der Routine-Tweet geringer und die überzeugende Nurturing-Mail am höchsten. Wie das bei Ihrer Kampagne konkret aussehen kann, erarbeiten wir gerne gemeinsam mit Ihnen.

Tools im Überblick

Der Erkenntnisgewinn hängt nicht nur von der Wahl des richtigen Attributionsmodells ab. Auch die eingesetzten Tools und ihre Verknüpfung sind entscheidend.

Wenn Sie jetzt denken, das wird ein teurer Showstopper, können wir Sie beruhigen. Gängige „kostenfreie“ Analysetools wie Google Analytics oder Matomo (ehemals Piwik) haben – neben großen Bekannten wie Pardot oder Marketo – einige Bordmittel, die Ihnen verraten, welche Touchpoints entlang der Customer Journey zum Erfolg führen. 

Wie starten?

Überwältigt von Möglichkeiten – und damit einhergehenden Fragen? Wenn Sie ein Attributionsmodell einführen, stellt sich natürlich die Frage, wo man beginnt? 

Drei Tipps für einen erfolgreichen Start

  1. Tracken: Wenn Sie bereits UTM-Tracking-Links im Einsatz haben, sind Sie auf gutem Weg. Doch das ist nicht alles. Achten Sie auf eine einheitliche Namenskonvention, die alle in der Abteilung mittragen.
  2. Wahl des Modells: Als nächstes geht es an die Auswahl des richtigen Modells. Da die Modelle in Sachen Komplexität variieren, ist eine genaue Analyse ihrer Prozesse und Ressourcen unabdingbar.  
  3. Tool: Ist die Frage nach dem Modell geklärt, geht es an die Wahl des Tools. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen leisten – wie bereits erwähnt – Google Analytics und Matomo passable Dienste.

Fazit: Lösgelöste KPIs in die Tonne!

Attributionsmodelle sind zwar eine komplexe Sache, jedoch vielversprechend. Sie ermöglichen erfolgreiche strategische Entscheidungen. Denn: Nur wenn Dinge holistisch betrachtet werden und identifiziert werden kann, was funktioniert, lassen sich Maßnahmen skalieren.  

Wer Content sät, soll Leads ernten

Kennen Sie das? Sie arbeiten tagelang an aussagekräftigen Inhalten mit Mehrwert für Ihre Zielgruppe – und am Ende verbuchen Sie nicht mehr als ein paar Likes. Das muss nicht sein: Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Maximum aus Ihrem Content herausholen.

Schon seit drei Tagen schreibt Produkt-Marketer Moritz an einem Blogbeitrag, schleift an Formulierungen und spickt seine Absätze mit wertvollen Informationen für die Zielgruppe. Jetzt steht er kurz vor dem Abschluss. Zufrieden präsentiert er Peter, seinem Kollegen aus der Content-Redaktion, 3.000 wohl überlegte Zeichen – mit spannenden Bildimpulsen und passende Cross-Links.

Content für die Schublade war gestern

Die Vorzeichen für einen Content-Erfolg stehen gut: Moritz kennt sowohl sein Produkt als auch seine Zielgruppe aus dem FF. Mit seinem Team hat er sich ausreichend Gedanken darüber gemacht, wen er mit seinem Beitrag erreichen und welche Botschaft er anbringen möchte. Er hat den Artikel mit Produktinformationen gefüllt, die Vorzüge zur Konkurrenz herausgearbeitet und einen klaren Call to Action formuliert. Nicht zu viel, nicht zu wenig.

Die Ernüchterung folgt wenige Tage später. Marketing-Analyst Anton legt maue Zahlen vor: 12 Likes, zwei Shares, nur wenige Seitenbesuche, ein ausgefülltes Kontaktformular. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Der Content hat sich versendet – Moritz, Peter und Anton gehen für eine Woche erst einmal nicht mehr gemeinsam in die Kantine.

Nie wieder Content für Schublade – mit diesen 5 Tipps:

  1. Eine Geschichte, viele Formate

Jeder Inhalt lässt sich auf verschiedene Weise präsentieren. Ein Beispiel: Der neue Laufschuh der Marke O-Bein zeichnet sich dadurch aus, dass er extrem gelenkschonend ist. Der CEO von O-Bein hat eigens Studien anfertigen lassen, die belegen, dass das Endprodukt die Schuhkonkurrenz in puncto Knorpel klar hinter sich lässt.

Dieser USP (Uniqie selling point) bietet nun viele redaktionelle Perspektiven: Eine Auflistung der 10 wichtigsten Facts aus der Studie (1), eine Grafik, die die Belastungsreduktion farblich verdeutlicht (2), ein Interview mit einem der Wissenschaftler, die die Studie ausgearbeitet haben (3), ein Blogbeitrag zum Thema ‚Belastung beim Joggen‘ mit einem Link zur Studie (4), ein Produkt-Whitepaper mit allen wichtigen Produktinfos und USPs (5), eine Infografik rund um die Vorteile des Laufschuhs (6), ein dynamisches Video à la ‚Endlich Laufen ohne Gelenkschmerzen‘ (7), ein Testimonial von einem Sportler, der auf den neuen Schuh setzt (8), etc.

2. Produzieren sie nachhaltig – dem Content zuliebe

Das Beispiel zeigt: Aus einzelnen Aspekten lässt sich viel machen. Planen Sie bei der Content-Erstellung deshalb immer gleich mehrere Formate ein – auch wenn Sie nicht vorhaben, alle zugleich zu veröffentlichen. Reichern Sie einen Content-Fundus an, aus dem Sie regelmäßig schöpfen können. Das ermöglicht Ihnen, den neuen Laufschuh alle paar Tage auf ganz unterschiedliche Weise zu präsentieren. Die Format-Vielfalt sorgt für Abwechslung. Verlinkungen zwischen den verschiedenen Inhalten erhöhen die Chancen, dass auch bereits versendete Inhalte wahrgenommen werden.

Und noch etwas: Manche Formate eignen sich für bestimmte Kanäle besser als für andere. Haben Sie mehrere Formate griffbereit, können Sie Ihre Botschaften über mehrere Kanäle streuen, was wiederum die Reichweite Ihres Content erhöht.

3. Flasche leer? Recycling spart Zeit und Energie

Aus den Augen aus dem Sinn? Wenn das Netz so funktionieren würden, wäre bei den meisten Content-Redakteuren der Burnout vorprogrammiert. Wer Content erstellt, muss strategisch denken. Das heißt auch, dass der Schlüssel zum Erfolg nicht immer in der Zukunft liegen muss. Von Zeit zu Zeit lohnt der Blick ins Content-Archiv: Meistens finden sich dort Inhalte, die sich schnell und einfach aktualisieren, anpassen oder zusammenführen lassen. Hin und wieder brauchen Sie vielleicht nur einen Teilaspekt, den Sie in einem Blogbeitrag einmal verwendet haben. So oder so: Der Blick in die Schatztruhe ist meistens sehr inspirierend.

Und eines sollten Sie ohnehin nie vergessen: Kein User sieht alle Inhalte, die Sie ausspielen. Sie riskieren also keinen Shitstorm, wenn Sie sich an Bestehendem orientieren oder sich einmal wiederholen.

4. Content-Reihen

Manchmal bietet es sich an, eine Content-Reihe zu erstellen – besonders dann, wenn es sich um ein umfangreiches Thema handelt. Wenn statt eines einzelnen Turnschuhs eine neue Produktpalette auf den Markt kommt, sollten Sie nachhaltig mit Ihrem Content umgehen. Verschießen Sie nicht gleich zu Beginn Ihr ganzes Pulver, beispielweise in Form eines viel zu langen Blogartikels, der auf jedes Einzelprodukt eingeht. Stellen Sie doch lieber jede Woche zwei neue Modelle vor und verlinken Sie die Beiträge untereinander. Gestalten Sie eine Dramaturgie, die sich bis zum High-End-Produkt steigert. Sobald Sie jeden Schuh vorgestellt haben, ist die Zeit für einen Gesamtüberblick gekommen. Inspirationen dazu unter Punkt 1.

5. Schnüren Sie Content-Pakete

Ein Content-Paket ist eine Zusammenstellung von bestehenden Inhalten, die nicht mehr online abrufbar sind. Schnüren Sie beispielsweise einen Fachartikel, ein Interview und eine Case Study zum selben Thema zu einem Paket zusammen und bieten Sie es im Austausch gegen Daten auf Ihrer Website an. Idealerweise handelt es sich dabei um Content mit langer Haltbarkeit, das heißt um Inhalte, die Sie für ein paar Wochen auf Ihrer Seite anbieten können, ohne dass sie veraltet daherkommen.

Ein Content-Paket setzt voraus, dass die dort erhältlichen Inhalte an keiner anderen Stelle zur freien Verfügung stehen. Wenn Sie das Paket attraktiv gestalten, haben die eine Lead-Generation-Machine, die Ihnen laufend und ohne großen Aufwand Kontakte in die Datenbank spült.

Mit der richtigen Content-Strategie zum Erfolg

Im Zentrum jeder Content-Strategie steht die Customer Journey. Verläuft die Kundenreise vom Erstkontakt bis zum Produkt reibungslos, wartet in der Regel ein Geschäftserfolg. Kommt es hingegen zu unerwarteten Reisestrapazen, springen potentielle Kunden schneller ab, als Ihnen lieb ist.

Als Marketer sind Sie immer auch Reisebegleiter. Denn der Weg vom Erstkontakt zum Produktkauf kann herausfordernd sein – vor allem dann, wenn ein kostspieliges Produkt das Reiseziel darstellt.

Daher gilt: Gestalten Sie die Customer Journey (Kundenreise) so angenehm wie möglich, servieren Sie im richtigen Moment geeignete Content-Erfrischungen und sehen Sie zu, dass sich niemand aus Ihrer Reisegruppe abgehängt oder überfordert fühlt.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Der wichtigste Leitsatz lautet: Die Wahl des Content-Assets (z.B. eines E-Books, Whitepapers, Blogbeitrags, Event-Tipps o.ä.) ist abhängig davon, welche Zielgruppe Sie mit welchem Ziel und in welcher Phase der Customer Journey erreichen möchten. Es ist ein Unterschied, ob Sie sich primär an Neukunden richten oder Bestandskunden von Ihren Produkt-Erweiterungen und Neuerungen überzeugen möchten.

Während ein Produkt-Whitepaper genau der richtige Happen für einen erfahrenen Kunden sein kann, der kurz vor einem Upsell steht, kann der gleiche Inhalt für einen potentiellen Neukunden noch schwer verdaulich sein. In diesem Fall gilt: Machen Sie Appetit, statt den Hunger zu tilgen. Das gelingt im Zweifel eher mit einer praxisnahen Sucess Story oder einem Interview als mit einem Whitepaper oder einer produktorientierten Case Study.


Wie Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen in Stories verwandeln und das Maximum aus Ihrem Content herausholen, verraten wir hier.


Content für jeden Geschmack

Während Sie bei der Neukunden-Gewinnung und der Steigerung der Brand-Awareness durchaus auf Emotionen setzten dürfen, unterstützen Sie Kunden in der Entscheidungsphase vor allem durch rationale Inhalte und Produktinfos. Bindung und Kaufabschluss sind unterschiedliche Ziele, die unterschiedliche Botschaften und Content-Assets erfordern.

Das heißt für Sie: Erstellen Sie Conent-Assets für jede Phase der Customer Journey. Fangen sie mit einer guten Portion Gefühl an (Awareness), bieten Sie im Verlauf der Reise immer wieder leicht Bekömmliches an (Consideration), steigern Sie kurz vor dem Ziel den informativen Nährwert (Decision) und präsentieren Sie das Produkt als abschließenden Festschmaus (Purchase).

Und wenn Sie ein richtig guter Reiseleiter sind, dann bleiben Sie auch im Anschluss an den Kaufabschluss mit den Kunden in Kontakt (Retention). Vielleicht werden Sie ja erneut gebucht – man weiß nie.

Checkliste: In 12 Schritten zur eigenen Content-Strategie

Die Erstellung einer Content-Strategie ist ein Projekt mit vielen Variablen. Um Sie bei den ersten Schritten auf dem Weg zur Content-Strategie zu begleiten, geben wir Ihnen eine Checkliste an die Hand. Beantworten Sie die folgenden zwölf Fragen: Das Ergebnis liefert Ihnen eine solide Basis für die weitere Analyse, Erstellung und Distribution Ihrer Content-Assets:

  1. In welcher Phase der Customer Journey befindet sich meine Zielgruppe?
  2. Welcher Inhalt ist in dieser Phase der geeignetste?
  3. Welche Inhalte hat die Zielgruppe vorher erhalten – welche sollen noch kommen?
  4. Call to action: Was soll die Zielgruppe nach Erhalt des Inhalts tun (Event-Anmeldung, E-Book-Download, Webinar-Teilnahme, etc.)?
  5. Welchen konkreten Nutzen hat mein Content für die jeweilige Zielgruppe? (Buying Center knacken →)
  6. Wie lauten die wichtigsten Keywords (6 SEO-Tipps →)?
  7. Welches Format ist am besten für die Darstellung des Content-Assets und das Erreichen des Ziels geeignet?
  8. Über welchen Kanal erreicht das gewählte Format die Zielgruppe am besten?
  9. Mit welchen Indikatoren lässt sich der Erfolg Ihres Inhalts messen (Conversion-Rate, Visits, Bounce Rate, Click Through Rate, etc.) (Durchgängig messen →)?
  10. Ist die Messbarkeit des Content gewährleistet (z.B. via Tracking-Links und Analytics-Verknüpfungen)?
  11. Cross-Linking: Wie lässt sich der Content mit weiteren Inhalten und Kanälen verknüpfen?
  12. Wann ist der geeignetste Publikationszeitpunkt – und warum?

Zeigen Sie, was Sie können

Gerne unterstützt Kontento Sie bei der Ausarbeitung Ihrer Content-Strategie. Gemeinsam mit Ihnen schaffen wir die Grundlagen für die professionelle Analyse und Planung Ihrer Inhalte und geben Ihnen wertvolle Tipps für die Erstellung sowie die zielgenaue Distribution.

So vermeiden Sie den Content-Schuss ins Blaue

Ob Blogbeitrag, Social-Media-Post oder Whitepaper – guter Content lässt Rezipienten nicht emotionslos. Wir zeigen, warum Sie sich spätestens jetzt mit dem Thema ‚Buying Center‘ beschäftigen sollten. Und: Wie Sie mit Ihren Stories den Nerv Ihrer B2B-Zielgruppe treffen.

Wussten Sie, dass sich gut zwei Drittel bereits für ein Produkt entschieden haben, bevor Sie mit Sales sprechen? Der Informationsphase kommt heute eine zentrale Rolle zu. Und mittendrin: Ihr Content. Doch damit dieser Prospects überzeugt, muss er sitzen – und die richtigen Personen ansprechen.

Mission Buying Center: Wer überhaupt?

Wen gilt es zu überzeugen? Lange war das Konzept ‚Buying Center‘ ein reines Vertriebsthema. Doch heute greift jeder auf das Netz zu, stößt auf Wissen und initiiert vielleicht sogar einen Kaufprozess.

Bei der Content-Erstellung und -Distribution sollten Sie sich deshalb mit den für Sie relevanten Rollen im Buying Center vertraut machen. In unserem Beispiel möchte ein mittelständisches Unternehmen sein Cloud CRM im Netz bekannt machen:

  • Anwender: Sie kennen sich bestens aus und gelten als starke Beeinflusser. Unser CRM-Beispielunternehmen erkennt das und adressiert bei der Content-Produktion Usability- und Funktionsaspekte.
  • Beeinflusser: Hier gibt es verschiedene Vertreter. Meist sitzt die IT mit am Tisch. Und dieser geht es oftmals um die Sicherheit und Integration in die bestehende IT-Landschaft. Und natürlich ist unser Cloud CRM auch darin Spitze.
  • Entscheider: Geschäftsführer, Department-Leiter oder der Einkauf – hier gibt es verschiedene Stakeholder, die es zu überzeugen gilt. Schöne Zahlen und Einsparpotenziale – idealerweise untermauert mit Success Stories – sind für Entscheider genau das richtige.
  • Gatekeeper: Sie sind ganz nah dran an den Entscheidungsträgern und selektieren Informationen – beispielsweise die Assistenz der Geschäftsleitung. Sie ahnen es: Komplexer Content für Nerds fliegt spätestens hier raus. „Technologieübersetzer“ sind gefragt.

Ein Gesicht dank Buyer Personas

Soweit so gut. Nun wissen Sie, welche Funktionsträger Sie bei der Contenterstellung auf dem Zettel haben sollten. Doch nicht bei jeder Persona bzw. jedem Zielgruppenvertreter greifen die gleichen Argumente. Die überzeugende Würze in Ihren Content bringen Sie nur, wenn Sie Buyer Personas erstellen.

Diese fiktiven Charaktere ihrer prototypischen Kunden geben Ihrer Zielgruppe ein Gesicht. Sie ermöglichen, Ihr gewünschtes Gegenüber besser zu verstehen, indem sie nicht nur Merkmale wie Alter oder Familienstand, sondern auch Werte, Lifestyle, verfügbares Budget sowie die alltäglichen Painpoints und favorisierten Informationsquellen umfassen.

Die Erstellung von Personas kostet zwar Zeit und Ressourcen, eröffnet aber eine solide Basis für Ihr Content bzw. Inbound Marketing. Und dass sich Inbound im B2B bezahlt macht, ist heute längst kein Geheimnis mehr.

So streuen Sie Ihre Inhalte richtig

So hochwertig ihr Content auch sein mag – ohne die passende Distributionsstrategie bleiben Ihre Inhalte auf der Strecke. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich im Netz Gehör verschaffen.

Die Web-Währung des 21. Jahrhunderts heißt Aufmerksamkeit. Doch die bekommt man nicht geschenkt; das Netz ist voll von Inhalten, die um Impressions und Klicks buhlen. Doch wie auf Hamburgs Fischmarkt überzeugt am Ende nicht zwangsläufig der lauteste Marktschreier, sondern derjenige, der den besten Fisch anbietet.

Aufmerksamkeit bekommen die, die etwas zu sagen haben

Neben der Qualität des erstellten Contents spielt die gewählte Distributionsstrategie eine entscheidende Rolle im Rennen um Reichweite. Die Frage lautet: Wie machen Sie Ihre Zielgruppen auf Ihren Content aufmerksam, ohne Stimmbänder und Budget zu strapazieren?

Distributionserfolge verzeichnen vor allem diejenigen, die auf einen intelligenten Channel-Mix setzen. Wem es gelingt, die Inhalte genau denjenigen zuzuspielen, für die sie relevant sind, vermeidet Streuverluste.

Da sich die idealen Empfänger Ihrer Botschaft aber zu unterschiedlichen Zeiten auf unterschiedlichen Plattformen bewegen, sollten Sie Ihre Kanäle flexibel einsetzen, ihre Maßnahmen regelmäßig analysieren und mehrgleisig fahren.

Vom Channel-Mix profitieren

Um die Zielgruppen auf Inhalte auf der eigenen Website oder dem Blog aufmerksam zu machen, werden Inhalts-Köder auf unterschiedlichen Kanälen ausgelegt. Wer zubeißt, bekommt den kompletten Content zu sehen. Entsprechend klar und ansprechend sollte dieser erste Touchpoint gestaltet sein. Neben dem richtigen Wording und einer passenden Bildsprache hat das gewählte Format entscheidenden Einfluss auf den Klick-Erfolg.  

Generell lassen sich drei Wege unterscheiden, wie Inhalte auf digitalen Kanälen distribuiert werden können: via Owned media, Paid media oder Earned media.

Owned media, Paid media, Earned media

Die meiste Kontrolle haben Sie über Ihre eigenen Kanäle (Owned media). Hier bestimmen Sie, wann und wo welche Inhalte ausgespielt werden. Der Nachteil: Zwar ist die Distribution gut skalierbar, doch wer nur wenige Follower und Kontakte auf Social Media hat oder nur über eine Handvoll E-Mail-Adressen verfügt, muss Abstriche bei der Reichweite machen.

Daher lohnt sich die Erstellung von Anzeigen mit Google Ads oder Sponsored Posts auf Social Media. Auch Content-Promotion-Services wie Outbrain, Plista oder Taboola sind interessante Kanäle, um potentielle Neukunden auf Ihre Web-Präsenz zu lotsen (Paid Media).

Die Zielgruppeneinstellungen in den Werbeanzeigen-Managern von Facebook, LinkedIn oder Xing erlauben das Ausspielen ihrer Inhalte an diejenigen, die Ihnen noch nicht folgen. Outbrain, Plista oder Taboola blenden Ihre Inhalte auf hochfrequentierten Publisher-Seiten ein, beispielsweise auf der Website großer Tageszeitungen oder Magazine.

Multiplikatoren-Effekte erzielen

Im besten Fall lassen sie andere positiv über sich sprechen (Earned media). Wer Follower, Redakteure oder Blogger dazu bewegen kann, sich wohlwollend über ihr Produkt zu äußern, kann sich über einen Reputations-Gewinn freuen. Nichts überzeugt uns mehr als das positive Urteil anderer – der Erfolg der Bewertungsportale stellt das eindrücklich unter Beweis.

Folglich gilt aber auch hier: Niemand wird gut über Sie sprechen, wenn Ihre Inhalte nicht halten, was sie versprechen. Wer laut schreit, dann aber nur vertrockneten Fisch in der Auslage hat, sieht die potentiellen Käufer kein zweites Mal. Um Multiplikatoren zu gewinnen, muss die Qualität stimmen.

Hinzu kommt: Nur wer seine Kontakte pflegt, sie regelmäßig mit hochwertigem Content versorgt und sich selbst positiv über seine Marken-Botschafter äußert, überzeugt langfristig.

Mit Kontento zielgenau distribuieren

Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bei der Erstellung und Distribution Ihrer Inhalte achten müssen, wo die Kommunikations-Potentiale Ihres Produkts liegen und wie Sie Rückschlüsse auf den Erfolg Ihrer Kampagnen ziehen. Professionelles Content-Marketing muss weder das Budget sprengen noch zum Zeitfresser werden. Wie immer ist alles eine Frage der richtigen Strategie.  

6 elementare SEO-Tipps für 2019

93 Prozent aller Online Recherchen für Produkte und Services beginnen in Suchmaschinen. Die Suchmaschinenoptimierung ist daher wichtiger denn je. Wir geben 6 grundlegende SEO-Tipps für 2019.

Wer heute Content ins Web stellt und davon ausgeht, er würde automatisch gelesen, irrt gewaltig. In der Welt der knapp zwei Milliarden Webseiten ist SEO wichtiger denn je. Während man früher einfach nur Texte mit möglichst vielen Keywords spicken musste, ist das 2019 anders. User-fokussierter Content ist der Schlüssel.

Wir geben 6 praxisnahe SEO-Tipps für 2019, mit denen Sie Ihren Content auf Seite 1 bringen.

#1 Stellen Sie auf HTTPS um

Viele Rankingfaktoren sind eine Black Box. Was die Umstellung einer Webseite von HTTP auf das verschlüsselte Übertragungsprotokoll HTTPS betrifft, sieht es anders aus. Das ist ein Rankingfaktor, den Google offen thematisiert – und somit 2019 ein Muss.

#2 Optimieren Sie Ihr Google Snippet

Google möchte den Suchenden relevanten Content anbieten. Das gilt 2019 mehr denn je. Klickt ein User auf einen Sucheintrag und verlässt die Seite gleich wieder, wirkt sich das negativ auf das Ranking aus. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Google Snippet genau das verspricht, was die Zielseite erfüllt. Mit klaren, kurzen und einfachen Sätzen heben Sie sich von anderen Sucheinträgen ab.

Tipp: WordPress-User sollten sich Gratis-Plugins wie Yoast SEO genauer ansehen. Damit lassen sich die Google Snippets einfach im Backend anpassen.

#3 Erstellen Sie hochwertigen Content

Vorbei ist die Zeit, in der man mit kurzen, keywordgespickten Blog-Posts das Ranking pushen konnte. Wie bei Punkt #2 ist Relevanz der Schlüssel. Bevor Sie fünf kurze Blog-Beiträge schreiben, erstellen Sie lieber DEN Beitrag zum Thema im Netz, der die wichtigen Fragen des Lesers beantwortet. Denn: Eine hohe Verweildauer des Lesers zeigt Google, dass Ihr Beitrag wertvoll ist.

Tipp: Mit Tools wie AnswerThePublic oder Hypersuggest finden Sie heraus, was die User zu einem bestimmten Thema (Keywords) wissen möchten.

#4 Beschäftigen Sie sich mit Themenclustern

Mit dem sogenannten Themencluster-Modell bringen Sie nicht nur Ordnung in Ihre Website-Struktur, sondern zeigen auch Google, dass Sie die Autorität auf einem bestimmten Gebiet sind.

So gehen Sie vor: Gruppieren Sie verwandte Inhalte zu übergeordneten Themenkomplexen. Das sind in der Regel Ihre Kernthemen. Diese Themen bilden Sie in einem zweiten Schritt auf sogenannten „Pillar-(Übersichts)seiten“ ab. An jeder Pillar-Seite wiederum hängt eine Ebene tiefer ein kleineres – mit Long Term Keywords versehenes – Inhaltselement. Das kann beispielsweise ein Blog-Beitrag sein.

#5 Verwenden Sie nur ein gut platziertes Keyword

Vorbei ist die Zeit des Keyword Stuffing. Wählen Sie ein relevantes Keyword und platzieren Sie es – ohne ausufernd zu werden – an relevanten Stellen wie der URL, im Titel, Vorspann und im Fließtext.

Gratis-Tools zur Keywordrecherche: KWFinder, MOZ Keyword Explorer oder der Google Keyword Planner (dieser liefert allerdings nur noch bei regelmäßigem Webebudget auf Google genaue Werte).

#6 Nutzen Sie die Google Search Console

Ein wertvolles Gratis-Tool ist die Google Search Console (früher unter dem Namen Webmaster Tools bekannt). Mit diesem Tool checken Sie direkt an der Quelle (Google), ob in Sachen SEO alles passt. So schicken Sie beispielsweise eine Sitemap an Google und analysieren, ob es Probleme bei der Indexierung Ihrer Seite gibt.

Fazit

Die Liste der SEO-Tipps ist unendlich lang und verändert sich ständig. Für den User und Google zu schreiben ist 2019 kein Widerspruch mehr. Produzieren Sie hochwertigen Content mit vielversprechenden Verweildauer, ohne dabei die SEO-Basics zu vergessen.